Maria von Magdala

osternmariamagdala.jpgSie ist die erste am leeren Grab. Am Morgen nach dem Sabbat hat sie nichts mehr halten können. Wo ist Jesus? Sie kann den Verlust dieses ihr so lieben Menschen, der für sie mehr war als ein Mensch, nicht fassen. Ihr Schmerz ergießt sich in Tränen. Da kommt Jesus, doch sie erkennt ihn nicht. Er sagt zu ihr: „Maria.“ Sie erkennt seine Stimme in ihrem Herzen. Sie erkennt: Jesus lebt! Die Sonne ist aufgegangen über Golgota.

Die Stimme Jesu ist unverwechselbar. Maria von Magdala hat sie erkannt. Sie will Jesus fassen. Doch er lässt sich nicht fassen. Der Auferstandene ist nicht so da wie der irdische Jesus. Das muß Maria lernen. Das lehrt sie uns. Wir können Jesu Stimme hören, aber wir können ihn nicht fassen. Doch gerade so ist Jesus allen Menschen nahe. Maria wird einige Zeit gebraucht haben, um das zu begreifen. Auch wir begreifen es oft nicht. Doch es ist so: Jesus lebt! Wir alle leben mit Christus, weil er uns durch seinen Tod und seine Auferstehung das Leben geschenkt hat.

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