Die Wahrheit erkennen… (2)

TEIL 1

“Je gesammelter der Mensch und je einfältiger sein Herz, desto mehr und höhere Dinge lernt er ohne große Mühe verstehen…”

Es ist wie in der Schule: Man muss sich konzentrieren. Die Konzentration auf einen bestimmten Punkt, das “Gesammelt-Sein” auf einen bestimmten Sachverhalt ist die Hauptvoraussetzung für effektives lernen. Wer kennt dies nicht:

Durchs lernen erlangt der Mensch ein Verständnis über Dinge und Zusammenhänge. Er versteht, warum in der Geschichte dies oder jenes passiert ist. Er versteht, wieso ein Otto-Motor trotz Explosionen nicht explodiert. Doch am Anfang ist das kleine beobachten und fragen: Gelangt der Samenkern eines Apfel in die Erde, wächst daraus ein neuer Apfelbaum. Warum wächst er? Weil Nährstoffe und Wasser in der Erde befinden und die Sonne liefert die so notwendige Energie. Wie bekommt der Baum die Nährstoffe zu den Ästen? Aber wir wollen hier keine Biologie betreiben (wer sich für diese Frage interessiert, kann dies hier tun).

Es geht nur darum, dass der Mensch durch Konzentration auf Sachverhalte, wie oben mit dem Baum beschrieben, nach und nach Erkenntnisse gewinnt - Erkenntnis über dies oder jenes, über Natur und Technik, über Sinn und Unsinn. Wie ist es, wenn der Mensch glaubt?

Dem gläubigen Menschen, dem Christen, ist es zueigen, dass er als Lehrmeister Gott “beanspruchen” kann. Durch Gott empfängt sein Verstand das so notwendige Licht, welches unser Verstand erhellt. Nur so kann der Mensch richtig begreifen, was wirklich wahr UND richtig  ist.

Um dies zu erreichen, muss der Mensch sein eigenes Ego zurücknehmen und Gott um die Erleuchtung des Herzens, um die Erleuchtung des Verstandes demütigst bitten - die berühmte Einfältigkeit des Herzens.

Eine Reaktion zu “Die Wahrheit erkennen… (2)”

  1. Anita

    Ein mildes Licht leuchtet über den Gardasee und spiegelt sich in den
    Wellen. Es ist ein herbstliches Licht, das die Milde des Alters in sich trägt.
    In so ein Licht stell ich mich gerne hinein. Ich werde nicht durchleuchtet
    sondern erleuchtet. Ich brauche keine Angst zu haben, von allen durchschaut zu werden. Vielmehr fühle ich mich in diesem milden Abendlicht geborgen. Ich darf sein wie ich bin. So wie sich das milde Licht
    im Wasser spiegelt, so spiegelt es sich auch in meiner Seele, die genauso durchflutet ist wie der abendliche See. Das milde Licht vermittelt mir die Zusage. Alles darf sein in meiner Seele und in meinem Leib. Alles ist geborgen in Gottes milder Güte und in Gottes Liebe und Licht.

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