Aszetische und mystische Theologie (1)

Einleitung

KKK (27) „Das Verlangen nach Gott ist dem Menschen ins Herz geschrieben, denn der Mensch ist von Gott und für Gott erschaffen. … Und nur in Gott wird der Mensch die Wahrheit und das Glück finden, wonach er unablässig sucht.“

Ein jeder braucht Gott um in der rechten Weise sein Leben zu gestalten. Und ein jeder Mensch ist auf der Suche.
Ja, selbst ein Atheist sucht, er sucht sein Leben ohne Gott zu gestalten. Ein jeder ist auf der Suche und hat im Herzen eine Überzeugung, die er verfolgt und prüft.

Gott suchen - dies bedeutet, dass ein Mensch, der sich ernsthaft mit seiner Suche befasst, in seinem Leben mannigfaltige Wege beschreitet, um die Erkenntnis Gottes zu erlangen. Gottesbeweise, wie diese Wege genannt werden dürfen „nicht im Sinn naturwissenschaftliche Beweise“ angesehen werden, „sondern im Sinn übereinstimmender und überzeugender Argumente“ (kkk 31). Auf diese Weise erlangt der suchende Mensch allmählich Gewissheit um die Existenz Gottes.

Gottesbeweise finden ihren Ausgangspunkt in der Schöpfung:

„Die Welt - Aus der Bewegung und dem Werden, aus der Kontingenz, der Ordnung und der Schönheit der Welt kann man Gott als Ursprung und Ziel des Universums erkennen.“ (KKK 32)

„Der Mensch - Mit seiner Offenheit für die Wahrheit und Schönheit, mit seinem Sinn für das sittlich Gute, mit seiner Freiheit und der Stimme seines Gewissens, mit seinem Verlangen nach Unendlichkeit und Glück fragt der Mensch nach dem Dasein Gottes. In all dem nimmt er Zeichen seiner Geist-Seele wahr. ´Da sich der Keim der Ewigkeit, den er in sich trägt, nicht auf bloße Materie zurückzuführen läßt´ (GS 18,1), kann seine Seele ihren Ursprung nur in Gott haben.“ (KKK 33)

Und ohne Gotteserkenntnis wäre der Mensch unfähig, die Offenbarung Gottes anzunehmen und in diesem Sinne sein christliches Leben zu vervollkommnen, was der eigentliche Gegenstand der aszetischen und mystischen Theologie ist.

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Eine Reaktion zu “Aszetische und mystische Theologie (1)”

  1. Anita

    Es ist ganz gleich, wo du bist und was du tust, es ist auch
    gleich wer du zu sein glaubst. Du suchst dich.
    Was du auch tun magst, eines Tages wirst du deinen Weg finden.
    Du kannst dich entscheiden , ob es ein schwerer Weg sein wird oder ob du
    den Weg in der Leichtigkeit des Seins gehst.
    Du hast die Wahl. Selbst wenn du glaubst, es gibt keinen Ausweg mehr, bist du nur einen Schritt vom Weg entfernt, denn das Tor zum Weg geht nach innen auf.
    Mitten im Gebirge steht auf einem kleinen grünen Hügel eine Kirche.
    Sie verweist mit ihrem spitzen Turm auf Gott und zeigt, dass die ganze Landschaft von Gott erfüllt ist. Es ist letzlich Gottes heilende und liebende Gegenwart die uns Geborgenheit schenkt.
    Wir erwarten von Menschen, dass sie uns ablsoluten Halt und Geborgenheit vermitteln. Doch damit überfordern wir sie. Gott allein vermag eine Geborgenheit zu gewähren aus der wir nicht mehr herrausfallen können. Die Kirche der Himmel und Erde verbindet und sich im Wasser spiegelt verkündet dir Gott trägt dich, so wie die Erde dich trägt. Du wirst nicht im Wasser deines Unbewussten versinken. Gottes heilende Gegenwart hüllt dich ein und lässt dich dort, wo du stehst, geborgen sein, geschützt und bedinungslos angenommen.

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