Die Zehn Gebote - Zweites Gebot
Du sollst den Namen Gottes nicht verunehren.
Nach biblischem Denken zeigt sich im Namen das Wesen einer Person. Der Name ist nicht einfach nur etwas, das man zufällig einmal bekommen hat und nun trägt, sondern er sagt immer etwas über einen Menschen aus. So zeigt sich auch im Gottesnamen das Wesen Gottes. Gott hat sich offenbart als der „Ich bin da“, der immer mit seinem Volk ist.
Die Juden sind dazu übergegangen, aus Ehrfurcht den Namen Gottes nicht mehr auszusprechen, um ihn ja nicht zu verunehren. Doch der Name Gottes wird nicht nur dadurch verunehrt, indem man ihn leichtfertig ausspricht, sondern auch, wenn man etwas Schlechtes im Namen Gottes tut. Bei Paulus heißt es: Euretwegen wird der Name Gottes unter den Völkern gelästert. (Röm 2,24) Paulus bezieht das auf Menschen, die vorgeben, sich ganz genau an die Gebote Gottes zu halten, dann aber doch immer wieder das tun, was gegen die Gebote verstößt.
Die Öffentlichkeit schaut ganz genau hin, wie sich die Christen verhalten, und ein Fehltritt eines Geistlichen wird schnell in der Presse breitgetreten. Schlimm ist es, wenn dem ein wirkliches Fehlverhalten zugrunde liegt. Doch auch auf uns schauen die Menschen, mit denen wir im Alltag zu tun haben. Leben wir so, dass wir mit unserem ganzen Leben Gott die Ehre geben? Vater, mache uns zu glaubwürdigen Boten der Hoffnung, Vergebung und Liebe, die du jedem Menschen schenken willst, damit die Menschen erkennen, dass du wahrhaft in unserer Mitte gegenwärtig bist.