Die Anfängen des übernatürlichen Lebens 2
Der Mensch ist verpflichtet, sich durch Bildung eine gewisse Ordnung im “Kampf des Geistes gegen das Fleisch, des Willens gegen die Leidenschaft” anzueignen.
Wiederstand ist für den Weg der Vollkommenheit nötig.
“Der Wille, von der Vernunft unterstützt, übt auf jene leidenschaftlichen Erregungen eine vierfache Macht aus und zwar:
1. durch die Voraussicht,
2. durch das Verhindern und Mässigen,
3. durch die Anregung zu starken Willensakten und
4. durch die Führung.”
Voraussicht deshalb, dass der Mensch durch die vorausgehende Wachsamkeit schädliche Vorstellungen, Phantasien und Erregungen früh genug erkennt und abwehren kann.
Verhindern und mässigen sind dann von Nöten, wenn heftige Erschütterungen in unsere Seele durch Wille und Vernunft geordnet oder wenigstens gemässigt werden müssen - wie es mit dem Zorn ist, der in einem Hochkommt und wegen der Vollkommenheit als Ziel gemässigt werden muss.
Dies regt und stärkt den Willensakt.
Und letztendlich ist die Führung im geistlichen Leben wichtig. Denn erst durch eine solche ist ein Bestreben gegeben, gutes zu wollen und das schlechte abzuwenden.
Dies ist ein Kampf im inneren des Menschen. Es gibt aber auch ein Kampf zwischen der Seele und ihrem Schöpfer. So herrscht im Menschen einen starken Willen zur Unabhängigkeit und Selbständigkeit. Diese Kraft verursacht eine Anti-Autoritäts-Haltung gegenüber Gott. Und letztendlich kann diese Kraft auf einen Nenner gebracht werden: es ist der Stolz des Menschen. Dieser gilt es, zu besiegen, denn dieser ist das grösste Hindernis auf dem Weg der Vollkommenheit, welche die Belohnung schlechthin ist.
Am 13. Mai 2009 um 14:58 Uhr
Gott belohnt nicht die Tugend und bestraft nicht die Sünde.
Die Sünde wird nur von der Sünde bestraft. Das Wort Sünde kommt von sinte und bedeutet Trennung. Sobald wir aus der Ordnung fallen sind wir getrennt von der Harmonie des Einsseins des Lebens.Diese Trennung ist auch die ganze Strafe.Wie Jesus sagte: Ihr sollt vollkommen sein wie der Vater im Himmel vollkommen ist. Aber auf welchen Weg und mit welchen Schritten wir das erreichen ist unser freier Wille.So ist es völlig sinnlos vor einer schwierigen Situation davonzulaufen, da wir mit dieser Situation so lange konfrontiert werden bis wir sie gelöst haben.
So sind auch Probleme, Aufgaben die mir das Leben stellt. Jedes Problem ist ein Geschenk des Lebens an mich, denn am Ende in der Lösung steckt immer die Erkenntnis.
Der Mensch hat die Freiheit sich als Ego zu sehen, getrennt von den anderen, er kann entsprechend seiner Sicht egoistisch leben, die Symphonie der Schöpfung stören und damit Disharmonie verursachen, die als entsprechendes Schicksal auf ihn zurückkommen.Er hat aber auch die Freiheit sich als Teil des Ganzen zu erkennen. Zu erkennen, weshalb er gekommen ist und alles loslassen was nicht zur Erfüllung seiner Aufgaben gehört, um ganz frei zu sein für seine Lebensaufgabe und seine Mission. Sie voller Freude erfüllen und so ein erfülltes Leben zu leben.