Gründonnerstag

abendmahlfraangelico.jpgAm Abend des Gründonnerstags feiert Jesus mit seinen Jüngern das letzte Abendmahl. Oft lesen wir in den Evangelien, dass Jesus mit seinen Jüngern, aber auch mit Zöllnern, Sündern, Pharisäern und vielen anderen Menschen gegessen hat. Das gemeinsame Mahl schafft Zusammengehörigkeit. Doch hier geschieht noch einmal etwas ganz neues. Jesus setzt das Opfermahl ein als Ort seiner bleibenden Gegenwart unter den Menschen. Seine Hingabe am Kreuz wird jedes Mal wieder neu gegenwärtig, wenn wir die Heilige Messe feiern. In der Eucharistie ist Jesus selbst mit seinem Fleisch und Blut in Brot und Wein gegenwärtig. Dieses unfaßbare Geheimnis können wir Menschen nicht verstehen. Wir können es nur gläubig annehmen und Gott immer wieder danken, dass er uns diese Nähe schenkt. 

Nach dem Mahl gehen sie zum Ölberg, zu einem Grundstück, das Getsemani heißt. Die ganze Erschütterung Jesu über das ihm bevorstehende Leiden wird nun deutlich. Jesus ist ganz Gott und ganz Mensch, daher schaudert er genau wie wir bei dem Gedanken an die bevorstehenden Schmerzen. Doch er nimmt sein Leiden an - um den Willen des Vaters zu erfüllen und um uns das Heil zu schenken. Die Jünger sind sich der Brisanz dieser Stunde nicht bewusst und schlafen. Im Gebet ist Jesus allein mit seinem Vater. Er betet, bis die Truppen des Hohen Rates erscheinen, um ihn gefangen zu nehmen, ihnen voran Judas, der ihn mit einem Kuß verrät. 

Herr, wir wollen in Stille bei dir sein, mit dir zu deinem Vater beten, vor ihn hintragen, was uns Angst und Kummer macht, und ihm alle anvertrauen, die leiden. Herr, hilf uns, dass wir immer wieder Ja sagen können zum Willen des Vaters.

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