Gebetswoche (7) – Jesus Christus – Heil der Welt
Im heutigen Evangelium (Lk 4,14-21) hören wir von der ersten öffentlichen Rede Jesu in Nazaret. Wie es beim Synagogengottesdienst üblich ist, liest Jesus eine Stelle aus der Heiligen Schrift und legt diese aus.
Der Geist des Herrn ruht auf mir, denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe.
Diese Worte des Propheten Jesaja (Jes 61,1f) sind für Jesus das Programm seines Wirkens. „Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt.“ In unerhörter Deutlichkeit macht Jesus klar, dass sich in ihm die Verheissungen Gottes erfüllen. Wir sind dazu aufgerufen, dieses Heute immer wieder neu gegenwärtig zu setzen.
Die Erfüllung der Verheissungen Gottes, die in Jesus Christus geschieht, ist auch heute Wirklichkeit. Alle Christen sind zu Zeugen berufen, um in Wort und Tat Zeugnis zu geben für das Heil, das Gott wirkt. In dieser Gebetswoche für die Einheit der Christen wollen wir gemeinsam im Glauben, in der Liebe und in der Hoffnung wachsen. Wir geben Zeugnis von Gottes unerschütterlicher Liebe und von seiner Treue zu der einen Kirche, zu der wir alle berufen sind.
Gott der Hoffnung, schenke uns immer neu die Vision der einen Kirche und die Kraft, für die Einheit zu arbeiten. Überwinde unsere Zweifel. Lass unseren Glauben an deine Gegenwart wachsen, damit alle, die dich bekennen, dich gemeinsam anbeten im Geist und in der Wahrheit. Wir beten besonders für jene, die gerade jetzt zweifeln, oder die im Schatten von Gefahr und Angst leben. Sei bei ihnen und lasse sie deine tröstende Gegenwart spüren.