Duc in altum - Fahr hinaus!
Im Evangelium sehen wir, wie Petrus noch ganz in seiner Arbeit als Fischer tätig ist. Er ist gerade dabei, zusammen mit anderen die Netze zu säubern, als Jesus kommt und ihn darum bittet, dass er ihn mit seinem Boot ein Stück weit vom Ufer wegfährt, damit er zu den Menschen sprechen kann.
Duc in altum – fahr hinaus auf den See! Nach seiner Rede fordert Jesus den Petrus auf, zusammen mit seinen Leuten noch einmal auf den See hinauszufahren. Nach einer mühsamen Nacht, in der man kaum etwas gefangen hat, nachdem man mit Mühe die Netze gesäubert hat und dann noch durch Jesus vom verdienten Schlaf abgehalten worden ist, zu einer Zeit, in der mit Sicherheit kein guter Fang zu erwarten ist. Was versteht dieser Handwerkersbursche aus dem Landesinneren vom Fischen, wird sich Petrus gedacht haben.
Doch wenn du es sagst, werde ich die Netze auswerfen. Irgendwie hat Petrus doch verstanden, dass es sich lohnt, auf Jesu Wort zu hören, so widersinnig es auch scheinen mag. Und wirklich, er fängt zusammen mit seinen Begleitern eine ungeheuere Menge Fische.
Duc in altum – fahr hinaus auf den See! Dieses Wort Jesu an Petrus sollte uns immer im Gedächtnis bleiben. In aller Verzagtheit und in allen Verzweiflungen des Lebens kann es uns Mut und Hoffnung geben. Jesus sagt es zu jedem von uns. Er sagt es zu uns, wenn nach menschlicher Logik nichts zu erwarten ist, wenn alles vergebens erscheint, wenn wir lieber aufgeben und uns zur Ruhe begeben wollen, anstatt anzupacken und zu kämpfen.
Wenn wir dann doch das scheinbar Aussichtslose tun, wenn wir dem Wort Jesu vertrauen, dann geschieht das Unerwartete, das Wunder, das nach menschlichem Ermessen Unmögliche. Beten wir für uns und alle Menschen um den Mut, immer wenn es darauf ankommt diesen Schritt nach vorne zu tun.