Gottes Führung
Wie gut bist du, mein Gott!
Du führst die Juden am Tag durch die schattige Wolkensäule und in der Nacht durch die lichte Feuersäule.
Nie verlässt du uns!
Einmal ist deine Führung mehr leuchtend, einmal mehr dunkel. Doch stets führst du den, der dich sucht, und lässt ihn deinen Willen erkennen. Folgen wir also der Wolkensäule ebenso wie der Feuersäule!
Du führst uns durch einen guten Begleiter.
Doch wenn trotz unseres guten Willens keiner vorhanden ist, werden die Vernunft und das Evangelium, vom Licht des Heiligen Geistes erleuchtet, uns den Weg weisen. Wenn uns niemand in Gottes Namen raten kann, wird Gott selbst uns Einsicht schenken. Er vermag alles. Und er will und kann einen gutwilligen Menschen stets erleuchten.
Charles de Foucauld
Am 25. Februar 2010 um 16:05 Uhr
Gott wird auch uns antworten, wenn wir ihn ernstlich um seine Führung und Leitung bitten. Sein Versprechen gilt noch heute: »Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, den du gehen sollst. Ich will dich mit meinen Augen leiten« (Ps. 32,8). Auch wenn wir nicht immer »postwendend« Antwort haben, können wir gelassen bleiben. Entscheidend ist, dass wir zu ihm hin offen bleiben und bereit sind, seine Wege zu gehen: Herr, ich will mich von dir führen und prägen lassen. Die Menschen in meiner Umgebung sollen an meinem Verhalten ablesen können, dass ich mit dir im Gespräch bin. Sie sollen merken, dass ich mit dir nach Problemlösungen suche, dass ich nicht nach meiner Einschätzung vorpresche, sondern in deiner Gesinnung handle und dein Wort mein Maßstab ist (1. Petr. 2,9.10.15.16.21-25). Hilf mir, dass ich heute keine falschen Wege, Umwege, Irrwege einschlage. Du hast mir sichere Führung zugesagt (Jes. 30,21), selbst dann, wenn ich (noch) nichts davon sehe (Jes. 42,16). Lass mir dein Ziel vor Augen bleiben.