Gründonnerstag - Worte und Taten

gundonnerstag.jpgJesus ist gekommen, damit wir das Leben haben und es in Fülle haben. Das sind keine leeren Worte. Gott geht mit höchsten Einsatz daran, uns dieses Leben in Fülle zu schenken. Gott geht sogar so weit, seinen eigenen Sohn in den Tod zu geben, damit wir Leben in Fülle bekommen.

Am Gründonnerstag treten wir ein in die heiligen drei Tage der Feier des Todes und der Auferstehung Jesu. In diesen Tagen verdichtet sich das Geheimnis unseres Glaubens.

Am Gründonnerstag sehen wir Jesus beim Mahl mit seinen Jüngern. In der Fußwaschung gibt er ein Zeichen dafür, wie von nun an wahre Größe erkennbar ist: Nur, wer bereit ist, den anderen zu dienen, darf sich als wahrhaft groß bezeichnen.

Der Dienst Jesu an uns Menschen geht aber über das Geschehen der Fußwaschung hinaus. Im Mahl, in den heiligen Zeichen von Brot und Wein, schenkt Jesus uns sich selbst in Fleisch und Blut als heilige Speise.

Diese Hingabe, durch die Jesus bleibend unter uns ist, wird vollzogen, als Jesus selbst in den Tod geht und für uns am Kreuz stirbt. Nach dem Mahl geht Jesus mit seinen Jüngern hinaus. Er weiß: jetzt ist die Stunde da, in der sich erfüllt, wozu er in die Welt gekommen ist, die Stunde, in der uns durch seinen Tod das Leben in Fülle zuteil werden wird.

2 Reaktionen zu “Gründonnerstag - Worte und Taten”

  1. Markus H.

    “Der größte von euch soll euer Diener sein!” - diesen Appell richtet Jesus an seine Jünger und an uns alle heute, egal wer oder was wir auch sind.
    Dienen in Liebe, nicht aus Widerwillen, das ist Gebot der Stunde.
    Wahre menschliche Größe zeigt sich durch den Charakter, unser Glaube ist tot, wenn er keine guten Werke aufweisen kann, er wird oberflächlich und frömmlerisch, womöglich noch narzistisch, wenn das Wort Gottes nicht Fleisch in uns werden kann - der Herr macht uns mit dem letzten Abendmahl das größte Geschenk aller Zeiten, die größte “Waffe” und die Quelle des christlichen Lebens - die EUCHARISTIE, die Danksagung - die Kombination aus Beichten und Kommunizieren bei der Heiligen Messe ist vielleicht das größte Geschenk Jesu an uns, wir dürfen ihm direkt begegnen, dürfen ihm unsere Wunden hinhalten - Jesus heilt durch die Eucharistie und durch dei Sakramente. “Wachet und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet” - nehmen wir aufmerksam dieses Geschenk an, damit Jesus in unserem Herz aufleuchten kann, damit wir ihm immer ähnlicher werden können - bringen wir uns selbst als heiliges und lebendiges Opfer bei der Eucharistie dar - kommunizieren wir wirklich mit dem Herrn, wir sind sein Leib, er ist unser Haupt, so kann Kirche wieder Freude machen und dazu: “Pray,pray,pray for a happier day” - und das Leben in Fülle wird uns ganz bestimmt zuteil, damit können wir selbst ganz tief in das Pascha-Mysterium eintauchen, die Liturgie der Kirche lädt uns dazu ein, gehen wir doch mit dem Herrn mit, es lohnt sich!

  2. Anita

    „Das bin ich“ – diese Worte finden sich auch im Mund des Jesus von Nazaret. Was Jesus mit dem Satz „Das bin ich“ meint, macht er im Besonderen während des letzten Abendmahls deutlich: Am Abend vor seinem Tod liegt er mit seinen Jüngern zu Tisch. Und nun nimmt Jesus – ganz nach jüdischer Tradition – ein Brot, er bricht es, reicht es weiter und sagt dabei: „Dies ist mein Leib.“ Auf Aramäisch, der Mutter Jesu, dürften diese Worte gelautet haben: „dena bis’ri“. Mit dem Wort „bis’ri“ ist nicht nur der Leib gemeint, sondern der Mensch in seiner Gesamtheit. Jesus sagt also: Dieses Brot bin ich selbst, in meiner Person. Wer dieses Brot isst, zu dem komme ich genau so, wie ich zu den Menschen bisher gekommen bin – mit meiner Kraft, meiner Zuwendung, meinem Wohlwollen.

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