Schafe unter Wölfen (Lk 10,1-20)
Als Christen sehen wir uns in unserer Gesellschaft zunehmend in die Defensive gedrängt. Die Medien erheben immer neue Anschuldigungen gegen die Kirche. Wenn wir uns offen als Christen bekennen, sehen wir uns in Erklärungsnot, wenn wir eine Antwort auf die Frage geben sollen, wie wir uns noch zu einer Institution wie der Kirche bekennen können. Oft ernten wir mit unseren Erklärungen dann nur ein müdes Lächeln und merken, das wir das Unverständnis des Gegenübers nicht wirklich ausräumen konnten.
Wir sehen deutlich, dass ein Handeln aus der Defensive heraus uns nur immer mehr nach hinten drückt. Darum die Frage: Wie kann es uns als Christen heute gelingen, wieder offensiv und positiv aufzutreten?
Wir haben eine Frohe Botschaft für alle Menschen. Das Evangelium von Jesus Christus ist ein Wert an sich, der nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Wir hören heute im Evangelium, wie Jesus seine Jünger aussendet. Sie treten nicht als Bittsteller auf, sondern mit Vollmacht und Überzeugung. Es ist eine Ehre, die Boten des Evangeliums aufzunehmen, und wer sie ablehnt, ist selber schuld. Sie haben es nicht nötig, den Menschen lange Erklärungen zu geben, die doch nicht fruchten. In Jesus Christus sind Heil und Leben. Die Menschen müssen sich entscheiden – dafür oder dagegen.