Hl. Thomas von Aquin

28. Januar 2012

thomas_aquin.jpgThomas von Aquin war wohl der größte katholische Theologe aller Zeiten. In seiner Summe der Theologie hat er ein umfassendes Kompendium christlichen Glaubens geschaffen. Er war aber nicht nur der große Denker, sondern auch der stille Beter. Besonders bekannt ist sein Hymus zum Fronleichnamsfest “Adoro te devote” - “Gottheit tief verborgen”, aus dem eine tiefe Verehrung der heiligsten Eucharistie spricht. Hier ein Gebet von ihm:

Allmächtiger Gott!
Mache mich
schlicht ohne Überheblichkeit,
ernst ohne Trauer,
wahrhaft ohne Täuschung,
mutig ohne Furcht,
rührig ohne Leichtsinn.
Lass meinen Weg
gerade und sicher zum Ziel kommen.
Lass mich immer auf dich hoffen.
Amen.

Aphrahat, der persiche Weise

27. Januar 2012
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„Für wen gehst du?“

26. Januar 2012

wanderer.jpgIn Robschitz, Rabbi Naftalis Stadt, pflegten die Reichen, deren Häuser einsam oder am Ende der Stadt lagen, Leute zu dingen, die nachts über ihren Besitz wachen sollten. Als Rabbi Naftali sich eines Abends spät am Rande des Waldes erging, der die Stadt säumte, begegnete er solch einem auf und nieder wandelnden Wächter.

„Für wen gehst du?“ fragte er ihn. Der gab Bescheid, fügte aber die Gegenfrage daran: „Und für wen geht ihr, Rabbi?“

Das Wort traf den Zaddik (den Gerechten) wie ein Pfeil. „Noch gehe ich für niemand“, brachte er mühsam hervor, dann schritt er lange schweigend neben dem Mann auf und nieder.

„Willst du mein Diener werden?“, fragte er endlich. „Das will ich gern“, antwortete jener, „aber was habe ich zu tun?“ „Mich zu erinnern“, sagte Rabbi Naftali.

(nach Martin Buber)